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Westf
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Münster - Ist es nicht so, dass in Krisenzeiten immer besonders gerne und heftig gefeiert wird? Dr. Helge Nieswandt, Kommandant des Rosenmontagszuges, freut sich jedenfalls, dass die Anmeldungen für den „Lindwurm der Freude“ am 23. Februar nur so sprudeln. „Schon jetzt ist klar, dass der Zug länger als im Vorjahr wird“, sagt er. Er rechnet mit „mehr als 120 Nummern“.
Und die Krisen sind denn auch eines der beherrschenden Themen. Klimakrise, Bankenkrise, Wirtschaftskrise - alles ist im Zug vertreten. Während die KG Freudenthal sich kämpferisch gibt („Mit Prinz Michael beißen wir uns durch“), schlägt sich die KG Leydensgenossen kurzerhand auf die Seite der Krisengewinnler: „Ihr spart es - wir verbraten es!“
Unter den lokalen Themen hat die OB-Wahl bislang die Nase vorn. Während die Narrenzunft vom Zwinger schlicht fragt „Lewe oder Heuer?“, hat KG Provinzler sich das Fitness-Programm des CDU-Kandidaten vorgeknöpft: „Lewe-Diät verleiht Flügel“ lautet das Arbeitsmotto des Wagens. Daneben kommt auch das „Fahrradchaos“ zu närrischen Ehren. Und natürlich der umgebaute Ludgeriplatz: „Münster dreht sich im Kreis(el)“ wettern die Witten Müse.
Im Übrigen zeigt offensichtlich auch die Kritik des Bürgerausschuss-Bosses Rolf Jungenblut Wirkung. Der hatte nach dem letzten Rosenmontagszug von einem „Trauerzug“ und von fahrenden „Bretterbuden“ gesprochen. Jetzt haben gleich drei Karnevalsgesellschaften Wagen unter dem Motto „Bretterbuden“ angemeldet...


